Montag, 24. Juli 2017

Unvollkommen Vollkommen (Janine Flörl)



Verlag: Cupido Books 

 

Zum Inhalt: 

Jessica kann es kaum fassen: Ausgerechnet in diesen herrischen, unhöflichen Angeber Neumeier muss sie sich verlieben! Völlig überrumpelt von seiner uncharmanten Art gibt sie leichtfertig ihre Deckung auf, und zack! hat es sie erwischt.
Bald zeigt sich der Großkotz ganz unerwartet von einer geradezu liebevoll - charmanten Seite: Alles scheint wunderbar, der Himmel voller Geigen, bis auf – naja – was ist schon vollkommen? Die eine oder andere Kleinigkeit gibt es doch immer, die einem am Partner missfällt. Möglicherweise kann man den Sozial-Rüpel ja umerziehen? Zumindest ein bisschen?



persönliche Wertung: 

"Unvollkommen Vollkommen" wird als erotische Liebesgeschichte beschrieben, ich muss gestehen, dass ich dann doch etwas mehr Erotik erwartet hätte...
Die Geschichte lässt sich sehr gut lesen und ist an vielen Stellen wirklich amüsant, was mir sehr gut gefallen hat. 
Jessica ist eine liebenswerte Frau, die an einigen Stellen ganz schön chaotisch ist, aber irgendwie macht genau dies ihre Person aus. Ein bisschen anstrengend fand ich, dass sie so große Selbstzweifel hat. Ein kleines bisschen mehr Selbstbewusstsein hätte ihrer Figur sicher gut getan. 
Bei Phil habe ich an vielen Punkten gedacht: "Typisch Mann!". Ich habe das Buch an einem Punkt in meinem Leben gelesen, an dem ich auf männliche Wesen nicht sonderlich gut zu sprechen war und naja was soll ich sagen, Phil passte super in dieses sagen wir mal nicht gerade freundliche Bild hinein.
Es gab im Buch viele Momente an denen ich das Handeln von Jessica nicht so gut verstehen konnte... Sie hat zum Beispiel tolle Freundinnen, die immer für sie da sind, aber wenn es ihr wirklich schlecht geht, spricht sie nicht mit ihnen? Da stellt sich mir die Frage nach dem WARUM? Alles in allem fand ich die Geschichte leider ein bisschen oberflächlich erzählt und viel zu schnell abgehandelt. An vielen Stellen hätte ich mich gefreut, mir sogar gewünscht, dass die Autorin mehr ins Detail geht. Für mich wirkt das Buch, gerade auch mit Blick auf das Ende, einfach unfertig. Zum Schluss hatte ich sogar das Gefühl, dass innerhalb von zwei - drei Seiten ein Ende geschaffen werden musste. 
Außerdem habe ich ein paar inhaltliche Schnitzer im Buch gefunden die mich leider ein wenig in meinem Lesefluss gestört haben. Sie stifteten Verwirrung und veranlassten mich ständig dazu zurück zu blättern und zu schauen, ob ich irgendetwas überlesen oder falsch verstanden habe.


Fazit: 

Die Grundidee hinter dieser Geschichte ist schön, leider bin ich von der Umsetzung enttäuscht. Für mich hätte das Buch viel mehr Details und bestimmt 100 zusätzliche Seiten gebraucht.


Bewertung: 

2 von 5 Sternen




  

Dienstag, 11. Juli 2017

Mein Sommer mit Mémé (Élaine Briag)




Verlag: HarperCollins


Zum Inhalt: 

Großmutters Château im Burgund zu renovieren, passt überhaupt nicht in die Pläne der jungen Antiquitätenhändlerin Paula. Denn sie wollte sich in Paris mit ihrem Verlobten Jakob treffen. Aber Großmutter, Mémé genannt, setzt die liebevollen Daumenzwingen an und versammelt nach langer Zeit wieder die ganze Familie an einem Tisch. Zwischen köstlichem Essen, Familienzwist und einigen Gläsern Wein findet Paula heraus, welches Geheimnis Mémé verbirgt – und was das für Paulas Zukunft bedeutet.

persönliche Wertung: 

Ich muss gestehen, dass ich in diese Geschichte etwas holprig gestartet bin. Eigentlich hatte ich mich wahnsinnig auf dieses Buch gefreut, da ich den Klapptext sehr ansprechend fand. Leider konnten mich die ersten Seiten nicht wirklich überzeugen. Ich hatte sogar richtige Schwierigkeiten mich zum Weiterlesen zu motivieren und das passiert mir eher selten... Hauptgrund für meine Probleme mit diesem Buch war die Hauptprotagonistin Paula - sie ist mir schlichtweg unsympathisch. Ich konnte mit ihrem Charakter einfach nix anfangen.
Natürlich habe ich dem Bucht trotzdem eine Chance gegeben und mich dazu ermahnt weiter zu lesen.
Wirklich gut gefallen hat mir die Familiengeschichte um die sich das Buch dreht. Auch die Beschreibungen zum Château waren wundervoll, am liebsten wäre ich gleich dort eingezogen so sehr habe ich mich in dieses Gebäude verliebt!
Außerdem finde ich das französische Ambiente, welches im Buch beschrieben wird, super. So richtig kann ich gar nicht beschreiben, was ich so toll finde - es ist einfach ein ganz besonderer Hauch - französische Magie, die mich in ihren Bann gezogen hat. 
Schön fand ich auch das Ende des Buches. Es hat nach meinem Empfinden sehr gut zur Geschichte gepasst, war allerdings nicht wirklich überraschend. Mit Hauptprotagonistin Paula konnte ich mich leider bis zum Schluss nicht wirklich anfreunden...


Fazit: 

Alles in allem war ich von diesem Buch leider ein wenig enttäuscht. Es hatte sehr viele schöne Momente, die es geschafft haben ein Fernweh in mir auszulösen. Trotz dessen konnte es leider nicht zu meinem Buch werden, für mich persönlich ist es eben immer sehr wichtig, mich in die Protagonisten hineinversetzen zu können und das hat hier leider nicht geklappt.


Bewertung: 

3 von 5 Sternen 

Dienstag, 4. Juli 2017

Wenn Liebe Cowboystiefel trägt (Emily Bold)






Zum Inhalt: 

Als Avery Davis nach acht Jahren und einem schweren Kampf gegen den Krebs in ihren Heimatort Littletree zurückkehrt, steht sie vor den Trümmern ihres Lebens. Ohne Job, ohne Partner – und ohne Haare. Doch ihr unfreiwilliger Neuanfang wird noch verkompliziert, als sie dort ausgerechnet ihrer Jugendliebe Mason King in die Arme läuft. Der draufgängerische Rodeo-Reiter und Lokalheld rüttelt Avery mit seinen Sprüchen ganz schön auf und weckt längst vergessene Erinnerungen. Doch ein Mann, der seine Gesundheit bei jedem Ritt aufs Spiel setzt, wird nie verstehen, wie hart sie um ihr Leben gekämpft hat. Auf so einen Mann kann sie sich nicht einlassen – egal, was ihr Herz sagt.

persönliche Wertung: 

"Wenn Liebe Cowboystiefel trägt" ist mein erstes Buch von Autorin Emily Bold. Nachdem ich sie auf der Buchmesse in Leipzig vor wenigen Monaten persönlich treffen konnte, war ich super gespannt auf ihren Schreibstil und die vielversprechende Liebesgeschichte hinter diesem Buchtitel.
Ich bin schon auf den ersten Seiten super in die Geschichte gestartet. Anfangs hatte ich allerding so meine kleinen Problemchen mit Avery, dem Hauptcharakter. Ich konnte mich irgendwie nicht gleich mit ihr identifizieren. Nach ihrer schweren Krebserkrankung und dem Verlust ihres sozialen Lebens (Job, Partner, Haare...) ist sie nicht unbedingt positiv eingestellt. Irgendwie konnte ich ihre Sicht schon verstehen, trotzdem hätte ich sie an vielen Stellen gern einfach geschüttelt um ihr ein bisschen mehr positives Denken einzubläuen.  
Schön finde ich den familiären Zusammenhalt in Averys Familie. Vater, Mutter und Schwester sind super! :) Was mich ein wenig verwunderte ist, dass sie augenscheinlich gar keine Freunde hat. Eine zusätzliche Vertrauensperson hätte ihr sicher gut getan. Sehr schön ist auch die Landschaft rund um den kleinen Ort Littletree am Fuße der Rocky Mountains beschrieben. Die Rinderfarm, die Tierstation und auch die "Jagdhütte" sind regelrecht vor meinem inneren Auge aufgetaucht. 
Auch Mason, der draufgängerische Cowboy ist super beschrieben. Ich konnte absolut nachvollziehen, dass Avery in seiner Gegenwart keinen klaren Gedanken fassen konnte. Er wird der Rolle des absoluten Frauenschwarmes definitiv gerecht. Es stellt sich jedoch immer wieder die Frage, ob dieser Eindruck von ihm nicht doch vielleicht trügt...
Der Schreibstil von Emily Bold ist super. Die Seiten flogen nur so dahin, Bilder entstanden vorm inneren Auge und auch die Sympathie für die Hauptfiguren stieg mit jeder gelesenen Zeile. Besonders toll fand ich den Perspektivenwechsel, der sich ab und an einschlich und somit auch kurze Einblicke in Masons Gedanken- und Gefühlswelt gewährte.


Fazit: 

Alles in allem eine wirklich schöne Liebesgeschichte! Eine Empfehlung für alle Liebesbuchliebhaber.
Meine Erwartungen zum Buch wurden von Emily Bold, vor allem durch ihren tollen Schreibstil, sogar übertroffen. :)


Bewertung: 

4 von 5 Sternen