Donnerstag, 30. Januar 2025

Wild like a River (Kira Mohn)

 
 
 "Wild like a River" ist der erste Band der Kanada - Reihe.

 
Zum Inhalt: 

In der Stille des Waldes hörst du dein Herz...

Haven lebt als Tochter eines Rangers in einem von Kanadas Nationalparks. Nirgends fühlt sie sich so wohl wie in der wilden Natur. Menschen hingegen verunsichern sie. Sie weiß nie, was sie sagen, wie sie sich verhalten soll. Die meisten Leute finden sie seltsam. Doch dann begegnet sie Jackson, einem Studenten aus der Stadt. Er bittet sie, ihm ihre Welt zu zeigen. Und plötzlich ist da jemand, der all das, was sie bisher allein erlebt hat, mit ihr teilt. Ein verwirrend schönes, aber auch schmerzhaftes Gefühl. Denn Jackson muss bald wieder zurück in seine eigene Welt…



persönliche Wertung: 

Und wieder ein Buch, welches schon viel zu lange auf meinem SUB darauf wartet gelesen zu werden. Es gibt Bücher, die kauft man sich ganz euphorisch sobald sie erscheinen, weil man sie unbedingt lesen will und dann landen sie doch auf dem SUB und verweilen dort. Irgendwie verrückt, allerdings auch irgendwie schön, wenn man diese Schätze dann irgendwann wieder entdeckt und endlich lesen kann. 
Ich bin sehr gut in die Geschichte gestartet. Der Schreibstil hat mir gleich gut gefallen und das Setting, was soll ich sagen - ich habe es von der ersten Zeile an geliebt. Ich mein Nationalpark in Kanada, wilde Natur und eine Protagonistin die der Natur näher ist als den Menschen, kann man doch eigentlich nur lieben! Die Beschreibungen der Natur während der Ausflüge von Haven und Jackson konnten mich direkt an den entsprechenden Ort entführen. Kira Mohn hat mich in eine Welt gezaubert, die ich nun noch einmal mehr unbedingt einmal selbst sehen und erleben möchte!
Haven mochte ich gleich sehr gern, vor allem ihre Liebe zur Natur und ihr selbstverständlicher, gleichberechtigter Umgang mit ihr ist toll und imponiert mir vom ersten Moment an. Ich liebe ihre Art über die Natur zu sprechen bzw. ihre Gedanken darüber. Sie ist ein ganz besonderer Mensch den ich gleich in mein Herz geschlossen habe. Im Laufe der Geschichte hatte ich kurz die Angst, sie könnte sich selbst verlieren. Ein Moment der für mich leider etwas demotivierend in Bezug auf das Weiterlesen wirkte. Zum Glück war diese Phase recht schnell überwunden und ich mag sehr wie sich Haven im Laufe der Geschichte entwickelt.
Auch Jackson mochte ich gleich sehr gern. Sein Auftreten, seine Hartnäckigkeit und sein Umgang mit Haven sind zum Dahinschmelzen. Im Laufe der Geschichte hatte ich auch mit ihm eine kurze Phase, in der ich nicht zu hundert Prozent glücklich mit seinem Auftreten und seinen Entscheidungen war, doch auch er hat eine tolle Entwicklung durchzogen und konnte mich am Ende des Buches noch einmal mehr von sich überzeugen. 
Besonders gern mochte ich die Moment in denen beide zusammen sind. Ihr Umgang miteinander ist einfach so besonders und konnte mir ein warmes Gefühl in den Bauch zaubern. Kira Mohn konnte mich hier sehr gut an die Zeit meiner ersten Liebe erinnern. Welche Gedanken und Gefühle mir damals durch den Kopf gingen... Wirklich toll geschrieben.
Mal von den wundervollen Beschreibungen der Natur und Tierwelt in Kanadas Nationalpark abgesehen, mochte ich auch die ernsteren Themen der Geschichte sehr gern. Havens familiäre Hintergründe haben mich sehr erschüttert, aber auch irgendwie im Herzen berührt. Jacksons Vergangenheit und sein Umgang mit dieser hat ihn wirklich authentisch werden lassen. Und Havens Suche nach sich selbst hat mich absolut in ihren Bann gezogen.
Ich mochte auch die Nebencharaktere sehr gern, obwohl ich mir bei einigen gewünscht hätte, die Autorin hätte ihnen ein klein wenig mehr Raum gegeben. Einige von ihnen haben wirklich viel Potential, welches aus meiner Sicht noch besser hätte genutzt werden können. Für mich hätte das Buch an manchen Stellen sogar ein paar Seiten mehr vertragen, einfach um noch tiefer in die Geschehnisse einzutauchen. 
Am Ende hätte ich mir einen Epilog gewünscht, einfach einen kleinen Ausblick auf das Geschehen ein Jahr nach Ende der Geschichte...



Fazit: 

Eine wirklich schöne Geschichte, welche den Leser in die weite Wildnis Kanadas entführt. Ein Buch über Familiengeheimnisse, dem Weg zu sich selbst, Vergangenheitsaufarbeitung und der ersten großen Liebe! Wohlfühlsetting und Protagonistenliebe.


Bewertung:

4 von 5 Sternen
 
 

Donnerstag, 23. Januar 2025

Liebe. Verzweiflung. Und so viel dazwischen. (Lea-Sophie Schwarzat)

 


Vielen lieben Dank liebe Lea-Sophie Schwarzat
für dieses Rezensionsexemplar.


Zum Inhalt: 
 
Liebe ist ohnehin kompliziert – aber muss es Naomi, ein wunderschönes Mädchen, sein? Lou ist ein toleranter Mensch und akzeptiert jede Form der Liebe, aber nie hätte sie gedacht, dass ausgerechnet sie sich in ein Mädchen verliebt.
Keiner weiß, was vor zwei Jahren mit Lou geschehen ist und das soll auch so bleiben. Doch als Naomi in das Leben der Einzelgängerin tritt, droht diese ihre so gründlich erbauten Schutzmauern einzureißen. Kann sich Lou ihrer Vergangenheit stellen oder zerbricht die junge Liebe an Lous Depressionen und ihren Ängsten? 
 
 
persönliche Wertung: 
 
Für mich war dieses Buch mein erstes aus dem Genre LGTB-Liebesromane, dementsprechend gespannt bin ich in die Geschichte gestartet. Ich finde es schön und wichtig, dass es für jeden Menschen Bücher/ Geschichten gibt, in denen er sich wiederfinden kann. Toll, dass die Entwicklung immer mehr in die Richtung geht, dass jede Form von Liebe Raum findet.
Ich bin sehr gut in die Geschichte gestartet und habe gleich einen Zugang zum Schreibstil der Autorin und auch zu Lou, unserer Protagonistin, gefunden. Vor allem die ersten Seiten konnten mich ganz besonders fesseln. Für mich ein wirklich gelungener Einstieg in diese Geschichte mit ihren an vielen Stellen sehr schwierigen, aber auch ergreifenden Themen.
Lou ist eine außergewöhnliche junge Frau. Besonders spannend und wirklich gut beschrieben fand ich ihre Depressionen. Ich, als ein Mensch, der mit diesem Thema bis jetzt, zum Glück, nur entfernt mal in Kontakt gekommen ist, konnte mich durch den tollen Schreibstil der Autorin sehr gut in die Gedanken- und Gefühlswelt von Lou reindenken. Auch wenn ich viele ihrer Gedanken und Gefühle nicht wirklich nachempfinden konnte, so fand ich es echt erstaunlich, welch gutes Krankheitsbild diese Geschichte vermittelt. Ich hatte beim Lesen das Gefühl das große Wort Depression, welches einem in der heutigen Zeit so oft über den Weg läuft, besser verstehen zu können. Lou konnte mich persönlich durch ihren stätigen Kampf gegen die Krankheit und ihren Mut begeistern. Ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ist absolut toll und konnte mich tief beeindrucken. 
Auch Naomi ist eine außergewöhnliche junge Frau. Sie umgibt vom ersten Moment an etwas Geheimnisvolles. Ich habe mich mit ihr gleich sehr wohl gefühlt, auch wenn mich ihr Handeln ab und an wirklich verwirrte. Ihre Geschichte konnte mich tief berühren. Ich habe noch lange nach dem Lesen immer wieder über sie und ihr Leben nachgedacht.
Das Aufeinandertreffen der Beiden, sowie ihre Annäherungen haben mir sehr gut gefallen. Lea-Sophie Schwarzat hat besonderen Wert auf Lous Gedanken und Gefühlswelt gelegt. Da die Geschichte aus Lous Sicht geschrieben ist, dauerte es recht lang bis man Naomi kennen lernen durfte. Die gemeinsamen Szenen der beiden mochte ich besonders gern, auch wenn ich mir da an manchen Stellen noch ein klein wenig mehr Tiefgang gewünscht hätte.
Die Entwicklung der Geschichte, die besprochenen Themen und im Besonderen auch das Ende konnten mich von sich überzeugen.
 
 
 
Fazit: 
 
Eine Geschichte, die ich wirklich gern gelesen habe. Wichtige Themen, die in der heutigen Zeit viel häufiger angesprochen/ besprochen werden sollten. Tolle Entwicklungen und Protagonisten, die man einfach in sein Herz schließen muss.


 
Bewertung:  
 
4 von 5 Sternen